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Schloss
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hörte die Residenz, Sitz von Buquoy, auf, den Anforderungen auf die Repräsentation zu entsprechen, und so beginnt der damalige Mehrheitsherr Johann Nepomuk von Buquoy, sich mit der Idee des Aufbaues eines repräsentativen Schlosses zu beschäftigen. Die Finanzbilanz wurde schon im Jahre 1768 ausgearbeitet, aber erst im Jahre 1794 entsteht das erste Projekt. Als Baustelle ist der damalige Herrengarten am Stadtrande ausgewählt. Der Aufbau wurde im Jahre 1801 vom Architekten Franz Werschafeld aufgenommen, der angeblich von französischen Plänen inspiriert wurde. Der Aufbau ist im Jahre 1806 von der Witwe nach dem Grafen Theresie von Buquoy abgeschlossen. Wichtigere Bauherrichtungen erwartete das Schloss dann in Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals ließ der neue Erbe vom Fideikommiss Georg Johann Heinrich von Buquoy die ionische Vorhalle an der Seite in die Stadt abreißen, ein repräsentatives Treppenhaus an der Seite in den Garten zubauen und die Pavillons aufbauen, die die Seitenschlossflügel abschließen.
Das zweistöckige Empirebauwerk mit drei Flügeln und mit einstöckigen Zubauten an den Seitenflügeln aus den Jahren 1802-10 wurde zum Sitz des Geschlechts von Buquoy bis zum Jahre 1945. Im Erdgeschoss gab es Küchenräume und Wohnungen der Dienerschaft, im ersten Stock die Gesellschaftsräume, die gräflichen Zimmer und im zweiten Stock die Gastzimmer. Interieure wurden mit den Rokoko- und Empiremöbeln, Gravierungen, Jagdtrophäen, Gemälden ausgestattet. Sehr interessant ist der Ovalsalon, der als „blau“ genannt wird. Es ist ein Raum, der die Höhe von zwei Stockwerken hat und der ein Feldzelt aus den Zeiten der größten Erfolge der Vorgänger darstellen soll. Deshalb ist er mit dem hellblauen gestreiften Leinen abgedeckt. Bemerkungswert ist auch der Theatersaal mit dem Zuschauerraum für 120 Personen. Er gehört zu den drei letzten existierenden Empiretheatern in der Tschechischen Republik. In dem 19. Jahrhundert kamen zum Schlossportal das Steintreppenhaus mit der Terrasse und der Wintergarten hinzu.
An das Schloss liegt auch ein umfangreicher Park mit einem kleinen See an. Im 19. Jahrhundert hat dazu auch ein kleines sog. schottisches Dorf mit einem Knusperhäuschen, mit einer Eremitenzelle und mit vielen anderen Volksbauten gehört, die zur Lustbarkeit der Aristokratie gedient haben.
Seine Geschichte ist nicht nur mit dem Geschlecht von Buquoy verbunden, sondern in der Zeit des Bürgerkriegs in Griechenland haben hier die sog. „griechischen Kinder“ ihr Heim gefunden. Später haben die Räume der Landwirtschaftlichen Mittelschule gedient und zurzeit ist es der Sitz des Akademie- und Universitätszentrums.
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