Orientační nabídka


Znak města

Město Nové Hrady - Oficiální internetové stránky


Vyhledávání

Nápověda
Rozšířené vyhledávání


 

Cesta: Titulní stránka > Město

 

Geschichte von Gratzen

 

 
 

Geschichte von Gratzen

 

            Die Stadt befindet sich direkt an der tschechisch-österreichischen Grenze. Zuerst als Wachpunkt am Eintritt in das Königtum Böhmen, später entstand hier ein wichtiger Herrensitz, an dem ein Städtchen mit dem Übergewicht der deutschsprachigen Bewohner entstand.

            Die Existenz von Gratzen ist durch die Urkunde vom 21.5.1279 nachgewiesen, wo unter den Zeugen unter anderem  Hogyrius de Gretzen oder Ojíř z Nového Hradu, Angehöriger des Geschlechts Vítkovci (Wittigonen) (der als Ojíř ze Svin bekannt ist), der in den Jahren 1284-89 die Funktion des obersten Kammerdieners des Königtums Böhmen ausübte.

Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte die Stadt den Herren von Landstein. Unter der Regierung von Wilhelm von Landstein kam es am 24.10.1339 zur wichtigen Nachbemessung und Bestätigung der Staatsgrenzen zwischen den Herrschaften Weitra und Gratzen. Im Jahre 1341 gab der neue Eigentümer seine Burg mit der Herrschaft in das Edellehen dem König Johann von Luxemburg. Nach dem Tod von Wilhelm von Landstein entfiel Gratzen seinem Sohn  Witego von Landstein. Weil er in dieser Zeit nicht volljährig war, verband er sich mit seinem Bruder Ojíř, der sich dank diesen Umständen als Herr in Gratzen angab. Witego verließ später seinen Bruder und  1359 entschied er sich, die Stadt den Brüdern Peter, Jost, Ulrich und Johann von Rosenberg für 7 093 Schock und 63 Groschen zu verkaufen.

 

Die Rosenberger gewannen zu diesem Preis die Burg und die Stadt Gratzen, eine Hälfte der Stadt Strobnitz, 2 Teile des Städtchen Sviny mit der vollen Festung und mit dem Patenrecht über der Kirche und dem Pfarramt, die Dörfer  Údolí (Niederthal), Štiptoň (Winau), Byňov (Böhmdorf), Krčín, Buková, Žár und Borovany mit dem Patenrecht. Der Kaufpreis wurde bis zum Jahre 1363 getilgt. Die Rosenberger erweiterten die Gratzener Herrschaft im großen Umfang und liehen ihr die Privilegien, die fast gleich wie bei den königlichen Städten sind.

 

            Unter der Regierung von Ulrich II. von Rosenberger, der eine starke Partei gegen Hussiten stellte,  wurde die Stadt vom großen Unglück betroffen. Im Mai 1425 zogen zur Stadt Hussiten unter der Leitung des Taborer Hauptmanns Jan Hvězda z Vícemilic an, ergriffen sie und brannten die ganze Stadt einschließlich der Burg aus. Sie wurde 10 Jahre später erneuert und wurde wieder zu einem vollwertigen Bestandteil des Rosenberger Schutzsystems.

 

            Am 11. Oktober 1488 erteilte der König Vladislav II. von Jagiellonen  der Stadt das Recht auf die Veranstaltung des Wochenmarkts montags und auf zwei Jahresmärkte. Ferner durfte niemand Bier  in dem Abstand von einer Meile von der Stadt brauen und ausschenken, neue Kneipen errichten und dort durfte sich kein Handwerker ansiedeln. Er erlaubte der Stadt, ihr altes Wappen zu benutzen, und im Jahre 1491 entließ er die Stadt vom Lehnen.

 

            Als der elfte in der Reihenfolge nahm die Regierung über der Rosenberger Herrschaft Wilhelm von Rosenberg im Jahre 1551 auf. Während seiner Regierung entstand um 1589 die Glashütte „Auf dem Wilhelms Berg“, die unter der Aufsicht von Italienern das gängige venezianische Glas produzierte. Von dieser Zeit bis zum 19. Jahrhundert entstanden in der Gratzener Herrschaft viele andere Glashütten. In der Herrschaft war auch  Jakub Krčín z Jelčan bei der Gründung und bei der Erweiterung der Teiche, beim Aufbau von Kanälen oder bei der Gründung der Schafställe tätig. Im Jahre 1592 erbte die Herrschaft der letzte Rosenberger Peter Vok, der unter der Aufsicht von Meister Antonius Canevale die Burg renovieren und verfestigen und im Jahre 1602 kaufte er das Gut Žumberk (Sonnberg) zu.

 

            Im Jahre 1611 überging Gratzen mit dem sonstigen Rosenberger Vermögen aufgrund der Erbabkommen in den Besitz von Johann Georg von Schwanberg, später auf seinen Sohn Peter. Nach dem Ausbruch des Ständeaufstands  schloss er sich der Seite der Meuterer an und dafür wurde seine Herrschaft von den kaiserlichen Truppen einige Mal verheerte, Gratzen nicht ausgenommen.

 

            Im März 1619 fiel der kaiserliche General Henri Duval Dampierre in Böhmen ein, der die Stadt besetzt. Die Burg ergriff er nicht, er plünderte und brannte  jedoch die Stadt aus und zog weg. Im Juni 1619 kam in die Stadt der kaiserliche General Karel Bonaventura, Graf von Buquoy, der ohne Kampf in die ausgerottete Stadt trat und hier an  den starken Widerstand der Ständebesatzung mit 300 Mitgliedern kam, die die Burg beherrschte. Man  kämpfte die ganze Nacht bis zum Moment, als sich der Graf entschieden zu verhandeln. Buquoy versprach den Ständen den sicheren Abgang. Peter vom Schwanberg wurde das sämtliche Vermögen beschlag genommen und am 6.2.1620 widmete der Kaiser Ferdinand II. die Herrschaft Gratzen mit weiterem Vermögen (z.B. Güter Žumberk (Sonnberg), Cuknštejn (Zuckenstein)) seinem erfolgreichen Heerführer Buquoy für geleistete Dienste und als Ersatz für aufgewendeten Kosten.

 

             Nach dem Jahre 1620 wurde die Herrschaft in der Familie Buquoy geerbt. Nach Karl Albert stieg Ferdinand Karl ein, unter dessen Regierung die Stadtchancen renoviert wurden. Im Jahre  1677 gründete er das Kloster, im Jahre 1708 fing man an, die Jungfrau-Maria-Himmelfahrt-Kirche in Brünnel aufzubauen, wo eine Heilquelle entdeckt wurde. Einer der wichtigsten Geschlechtsangehörigen war der Graf Johann Nepomuk, während seiner Auswirkung die Herrschaft einen rapiden Aufschwung in der Glasproduktion erlebte – es entstanden neue Glashütte (Janovy Hutě, Jiříkovo Údolí (Georgenthal)). Der Graf bemühte sich, mehr entfernte Teile des Gratzener Gebiets zu besiedeln, er konzentrierte sich auch auf die Ausnutzung vom Holz, es wurden Mühlen, Hammer, Spirutusbrennereien gegründet, es entstanden Forsthäuser, Gehege, Fasanengehege und im Jahre 1796 wurde die Forstberufsschule in Jakule gegründet. In der ummittelbaren Nähe der Stadt wurde ein englischer Naturpark aufgebaut, es verbesserte sich das Niveau des Schulwesens, er ließ die alte Burg renovieren und fing mit dem Aufbau des neuen Schlosses am Stadtrande (1801-1810) an.

 

            Das Revolutionsjahr 1848 brachte viele Änderungen. Es erlosch vor allem die Gratzener Herrschaft und Gratzen wurde zur Stadt mit der souveränen Selbstverwaltung, an deren Spitze der von den Bürgern gewählte Stadtausschuss mit dem Bürgermeister mit achtzehn Mitgliedern stand. Nach dem Jahre 1850 hatte die Stadt auch das eigene königlich-kaiserliche Gericht, sie unterlag der Bezirkshauptmannschaft in Kaplitz. Im Jahre 1835 wurde die Petroleumstadtbeleuchtung errichtet. Die Demokratisierung der Monarchie gönnte der Gründung der verschiedensten Vereine. Bis Ende der achtziger Jahre entstanden 23 Vereine. Als der erste im Gebiet von České Budějovice entstand hier der Korps der freiwilligen Feuerwehr, über dem der Graf von Buquoy die Patenschaft übernahm. Hier waren auch sieben Kirchenbruderschaften tätig.

 

            Im Jahre 1906 wurde die Stadt vom Brand betroffen. Es brannten 16 Objekte nieder, es wurde das Rathaus und die Residenz beschädigt. Der Stadt halfen finanziell vor allem der Graf von Buquoy, der Bischof Říha aus České Budějovice, Seine Majestät Kaiser Franz d´ Este, der Gratzen sehr gern besuchte, und viele andere Ämter und Firmen.

             Nach dem Schluss des 1. Weltkriegs wurde die Stadt von den tschechoslowakischen Truppen besetzt. In die Stadtvertretung und in die Bezirksverwaltungskommission wurden die Tschechen delegiert. Ein Jahr später entstand hier Sokol,  es wurde die Tschechische Einklassenschule geöffnet, im Jahre 1923 wurde Český dům (Tschechisches Haus) – Zentrum des tschechischen Kulturlebens in der Stadt – aufgebaut. Im Jahre 1925 erfolge auf dem Großgrundbesitz von Buquoy die Bodenreform, ein Vermögensteil kam dem Staat zu. Im Jahre 1930 lebten hier bei der Volkszählung 845 Deutsche und 351 Tschechen.  Obwohl hier im Jahre 1938 die tschechische Schule aufgebaut wurde, kam Gratzen mit der Umgebung im Oktober desselben Jahres an das Hitlers Großdeutsche Reich an. Viele Tschechien gingen aus der Stadt weg, die übrigen Gratzener Männer mussten in den Krieg.

 Im Mai 1945 kamen in die Stadt russische Soldaten an, im Juli wurde die Lokalverwaltungskommission mit neun Mitgliedern bestellt, im Oktober entstand der Stadtnationalausschuss. Aufgrund der Beneš-Dekrete wurde der Graf Karl Georg von Buquoy zum Verräter und Kollaborateur erklärt, der Staat konfiszierte sein Vermögen, er nahm auch das Vermögen der deutschen Staatsbürger beschlag, die im Herbst 1946 ihre Heime verlasen mussten. In das Gratzener Gebiet haben die Tschechen aus dem Binnenland, die Slowaken, die Rumänen anzukommen.

Bis zum Jahre 1947 blieb die Militärgarnison in der Stadt. Das normale Leben in der Stadt benachteiligte das Gesetz über den Staatsgrenzenschutz aus dem Jahre 1951, als Gratzen in der unmittelbaren Nähe des Grenzgebiets war und als hier das verschärfte Regime für den Aufenthalt der Personen galt.

            Nach dem Jahre 1989 fing eine neue Etappe der Stadt an sich abzuwickeln, wenn hierher die Besucher und Touristen zurückkommen, die sich für das hiesige Kultur- und historische Erbe interessieren und die das Land der tiefen Wälder, der malerischen Täler, Wiesen und der sich glänzenden Wasserspiegel, das Land mit der relativ erhaltenen Natur kennen lernen wollen.

 

 

 
Zodpovídá: Ing. Jitka Duspivová
Vytvořeno / změněno: 8.5.2009 / 8.5.2009

 

Skrýt vyhledávací formulář «

 
Rozsah vyhledávání





Časový rozsah
Datum
kalendář...
kalendář...
 
?
 
 

 
 

Nacházíte se v módu "Bez grafiky", takže vidíte tuto stránku bez zdobné grafiky a pokročilého formátování. Pokud váš prohlížeč podporuje CSS2, můžete se přepnout do grafického módu.


web & design , redakční systém