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Festung Zuckenstein
Südwestlich von Gratzen steht die spätgotische Festung Zuckenstein auf der Erhebung über dem Fluss Strobnitz am Ende des Theresiental. Es handelt sich um einen der wohlbehaltensten Edelmannsitze in Böhmischen Ländern. Größtenteils ist sie in der ursprünglichen Gestalt als ein edler Beweis des Übergangsglieds zwischen einer Edelmannfestung und einer Herrenburg, mit einem achtkantigen Turm, mit einem quadratförmigen Hof und auch mit den Außengängen, die mit Arkaden verziert sind.
Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1491, aber nach den archäologischen Funden ist sie älter. Bei dem Böhmischen Ständeaufstand, nach dem Tod des Eigentümers der Festung, wurde die Burg im Jahre 1619 konfisziert, geplündert und von kaiserlichen Truppeneinheiten verödet. Ein unvolles Jahr später wurde sie von dem Kaiser Ferdinand II. an den Grafen und Kaisergeneral Karl Bonaventura von Buquoy als Bestandteil der Gratzener Herrschaft geschenkt. Zurzeit wird die Festung von einem Privateigentümer besessen, der sie fortlaufend renoviert und bei dieser Gelegenheit werden weitere wichtige archäologische Details entdeckt.
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